Teil eines Werkes 
5.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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die alle Heirathsgrillen jetzt eilig verlaſſen hatten,wie Du eine ſolche Stärke und ſo viel Beharrlichkeit haben kannſt, mein Kind, um Deine Schmerzen zu verſchweigen!

Das werde ich thun, bis ich das Bett nicht mehr verlaſſen kann, denn dann iſt es noch Zeit genug dazu. Es iſt mein höchſter Genuß, daß Niemand als Gott und die Tante weiß, was ich leide und leiden werde. Be⸗ denke nur, welches Weſen und welcher Lärm, welche Zerſtörung und Unordnung es nicht im ganzen Hauſe geben würde, wenn mein Ünglück bekannt würde! Das kann leider nicht vermieden werden, wenn ſich Jemand zu einer ordentlichen Krankheit niederlegt, die ihm nach einigen Tagen, vielleicht in jeder Minute den Tod brin⸗ gen kann. Wenn man ihn dagegen Jahre lang in der Perſpektive hat, ſo ſoll man das Glück und die Wohl⸗ fahrt Anderer nicht zerſtören, um das Schlimmſte und Nutzloſeſte von Allem zu gewinnen, Theilnahme und Mitleid.

Ach mein Kind, ſagte die Kammerräthin in müt⸗ terlicher Unruhe,ich fürchte, Dein Geiſt iſt zu ſtolz, um ſich ernſtlich von dieſer Welt abwenden zu können. Sollte die Theilnahme der Eltern und Freunde das Schlimmſte von Allem ſeyn?

Ja, ſo meine ich; denn wozu nützt ſie? Wenig⸗ ſtens nicht, um die Qualen zu lindern. Es wäre ebenſo unwürdig als ſchwach von mir, wenn ich Tyringsholm

in ein Trauerhaus verwandeln wollte. Möchte die Tante, daß meine Angehörigen Jahre lang umhergingen und

warteten, und endlich denn was iſt natürlicher wünſchten, daß die beſtändige Unruhe ein Ende nähme? Möchte die Tante meine Mutter, die ſchon zum Voraus ſchwach und zäértlich iſt, vollends ganz unter dem Kum⸗ mer zuſammenbrechen ſehen? Möchte die Tante die kurze Freude meines Vaters zerſtören er wird ja bald ge⸗ nug ihre Vergänglichkeit gewahren. Nein, meine gute und zärtliche Tante, das iſt nichts Begehrenswerthes! So lange meine Seele den Körper beherrſchen kann, will

ich nicht bekla Acquiſition den; denn ic geliebt, die m Furore macht Aber, Fall ſeyn; D Ohnmachten Nein, nen Fall dur⸗ nur noch ein fehlen anfäng mich Nieman Gott v. aber ich glau im Stande n Nicht a wohl verlaſſe Qualen ich l einrichten, da zu vielen Abe Wir h verlebt, ſpro ſagen, Iſabel ſtanden, und ſollten, ohne hart. Kaum wünſchte, al Nimm Dich Herrn nicht Stolz wird Tag erlebſt, anderes über keine Macht, ſo froh ſeyn, ausweinen un denn die Lieb