Teil eines Werkes 
5.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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die ſtete weiße Klarheit. Das Fleiſch ſiel nicht ab, ſie klagte nicht, ſie ſchien nicht zu leiden; und doch war es nicht, wie es ſeyn ſollte, darauf wollte Richard ſterben. Der ſchwarze Glanz im Auge hatte ihn immer gepei⸗ nigt; wenn er ſich zeigte, dann war Iſabelle ſich ſelbſt nicht gleich.

Welche Qualen litt Richard nicht in dieſer Nacht! Sobald er die Augen ſchloß, war es weder er ſelbſt noch Graf M-, der Jſaabellens holde Geſtalt um⸗ ſchlang: es war der Knochenmann, der ſie zwiſchen ſeine magern Arme drückte, der ſie an ſeine leere Bruſt preßte, der ſeinen hohlen Mund auf ihre friſchen war⸗ men Lippen legte. Der Angſtſchweiß perlte Richard von der Stirne. Dieſer Rival, an den er nie gedacht hatte, und den Iſabelle grauſam genug geweſen war, ſelbſt ihm zu zeigen gewiß, damit er einſehen ſollte, wie fruchtlos es ſey, zu lieben gerade dieſer Nebenbuhler ſteigerte ſein ruhiges, ſchönes Gefühl zur verheerenden Leidenſchaft. War es nicht möglich, mit ihm zu käm⸗ pfen? War es unmöglich, ſie der kalten Umarmung zu entreißen? Unruhig warf er ſich hin und her, und um ſeine Pein noch zu vermehren, wollte es heute Nacht in ſeinem Flügel, wo Klas Malchus Zimmer waren, nicht ſtille werden. Der Baron pflegte ſich ſtets Abends, wenn er vom Souper herabkam, an ſein Inſtrument zu ſetzen; und dann, wenn, wie er glaubte, kein Ohr ihn hörte, athmete er Alles aus, was in ſeiner Seele lebte. Klas Malchus verſchmähte es, in ſolchen Stunden die Kompoſitionen Anderer zu ſpielen: er lebte in ſeinen eigenen, und wenn er einmal in dieſe hineingekommen war, konnte er mehrere Stunden am Klaviere ſitzen, ohne mit einem Gedanken an das Dahinſchreiten der Zeit zu denken. Jeder Laut wurde jedoch bei Richard gehört; und kein Abend verging, wo der Lieutenant nicht von Klas Malchus reichen und ſchönen Melodieen in Schlaf gelullt wurde. Bisher waren ihm dieſe Se⸗ renaden ein wahrer Genuß geweſen, den er hingenom⸗

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