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und doch... doch liebe ich ihn noch— ich liebe allein
und gehe fort ohne andere Hoffnung, als in meiner Qual fortleben zu muͤſſen.“
Sie ſtand auf.
Philipp wollte ſprechen, er verſuchte zu ſprechen; aber wo ſollte er die Worte hernehmen, die ſie troͤſten konnten, da er ihr nicht den einzigen Troſt geben konnte, um welchen ſie bat.
„Philipp,“ ſagte ſie leiſe,„dies iſt unſere letzte Un⸗ terredung geweſen... bete fuͤr mich!“
„Stets, ſtets, unglückliche Freundin, unglick iches Weib... Aber wohin fuͤhrt Dich nun Dein Weg? Ich kann, ich will Dich nicht ſo verlaſſen.“
„Warum nicht?— Mein Wagen wartet unten. Du vergoͤnnteſt mir nicht, zu ſterben und ich müiß aiſo leben.. Leb wohl!“
Er fuͤhrte ſie langſam die Treppen hinunter. und gleich als ob ſie erſt Muth zu der letzten Frage haͤtte, fluͤſterte ſie die Namen ihrer Kinder. 1
Er ſtellte ſie in deeſen Beziehung⸗ volkonmen zufrieden.
Aber lange, nachdemn der bleiche Schatten ſich aus dem Wagen herausgeneigt und von dem Mondſchein beleuchtet, ihm den letzten Gruß zugewinkt hatte, ſtand ihr Bild vor ſeinen Augen. in
Von dieſem Augenblick an zehrte eine geheime Un⸗
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