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Kinder, ohne Liebe, ohne Hoffnung, ohne Glauben Reue, nichts als Reue... Ach, daß doch meine Stimme ſtark genug waͤre, um allen jenen Frauen, welche ſich nicht verſtanden glauben, welche klagen, daß das Leben ihnen nicht das gegeben, was ſie geahnt, wor⸗ nach ſie geſtrebt und welche, ſtatt ſich mit dem Guten zu begnuͤgen, welches ſie haben, ſtatt es mit Geduld und Ruͤckſicht noch beſſer zu machen, ihre Zeit in fruchtloſen Klagen uͤber eingebildetes Ungluͤck und mit Verſuchen zu phantaſtiſchen Verbeſſerungsplaͤnen verſchwenden—— ja, um allen dieſen unruhigen und ſchwaͤrmenden Seelen zuzurufen: Haltet ein und ſeht, wohin endlich thoͤrichte
Illuſionen, leichtſinnige Koketterie und eine ungezuͤgelte
Phantaſie fuͤhren kͤnnen! Ich war von Natur mit boͤſen Trieben begabt und ich arbeitete ihnen nicht ent⸗ gegen. Ich wollte nicht das Boͤſe von Anfang an, aber ich ſpielte mit den Intriguen— und ſo kam das Boͤſe allmaͤhlig in Fol ge eines inneren Zuſammenhan. ges das eine aus dem andern.. Bekrachtet mein Schickſal und dankt Gott fuͤr das, was ihr habt l Philpp ſtand ſtumm, betroffen von dieſem unaus⸗ lſchl ichen Kummer, dieſem troſtloſen Schmerz.. „Seht— wuͤrde ich weiter rufen— wie ich zum letzten Male das Knie vor dem Manne beuge, den ich einmal beherrſchte, aber der es jetzt verachtet, die zu be⸗ herrſchen, welche nur ſeinen Abſcheu erweckt... Seht, wie ſtumpf der Blick iſt, der fruͤhet von Liebe ſtrahlte
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