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unſern Haͤnden alle Schaͤtze, die zu einem unermeßlichen Gluͤck erforderlich ſind. Wir beſaßen dieſe Schaͤtze im Ueberfluß— Jugend, Reichthum, Liebe, Bildung, Poeſie. Wohin haͤtteſt Du mich leiten koͤnnen, wenn Du gewollt haͤtteſt! Bis zu welchem Himmel haͤtten wir uns emporheben koͤnnen, wenn Du nicht, von einem boͤſen Genius beherrſcht, alle unſere Schaͤtze erfaßt und in's Meer geworfen haͤtteſt? Ha, Lilia— Du haͤtteſt meine reizende Muſe ſein koͤnnen, das heilige Idol mei⸗ ner Liebe, eine angebetete Gattin, eine gluͤckliche Mut⸗ ter, eine geachtete und beneidete Frau.. Und nun...“
„Ja, nun habe ich ſtatt deſſen alles dies wegge⸗ worfen, weil ich noch mehr haben wollte, weil ich nicht im Stande, die leidenſchaftliche und fanatiſche Unruhe zu daͤmpfen, die in mir gaͤhrte, in leichtſinnigem und uͤbermuͤthigem Taumel in die Sache Gottes eingriff und Ereigniſſe zu ſchaffen begann. Aber Wuͤrmer ſchaffen ſolche nicht, ohne unter dem Werke zermalmt zu werden, welches ſie aufzurichten verſucht haben. Fruͤ⸗ her oder ſpaͤter kehren die Stunden der Beſinnung zuruͤck und damit zugleich endloſe, vergebliche Reue, der bitterſte und unverſoͤhnlichſte unſerer Feinde... Sieh, Philipp, dieſer iſt es, der mich zu dem gemacht hat, was ich bin. Meine Tage, ebenſo wie meine Naͤchte, find ein einziger Weheruf!“
„Arme, arme Lilia!“ G
„Ja, arm an Allem iſt ſie; ohne Gatten, ohne


