Teil eines Werkes 
22.-24. Bd. (1851)
Entstehung
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ſaͤtzlich meiner Seele naͤherſt, daß du dich in einen un⸗ bewachten Winkel einſchleichen und dein ſchwarzes Neſt ſelbſt im Herzen des Muſentempels aufbauen willſtn doch halt ich befehle es dir! Ich habe nichts da⸗ gegen, Philoſoph zu ſein, aber Miſanthrop mag ich nicht werden wenigſtens jetzt noch nicht.(h. 88 Aber trotz des Verbotes des Poeten naͤherte ſich die Melancholie ihm immer mehr und mehr. 3 Das Punſchglas ward unvermerkt weggeſchoben, die Feder blieb im Dintenfaſſe ſtecken, die Cigarre ward, halbgeraucht, in den Spucknapf geworfen und der Docht des Lichtes fiel, ſich ſelbſt uͤberlaſſen, lang und glim⸗ mend auf die eine Seite. 9 5 Philipp begann zu traͤumen. 1dun g Madame Malmelin war fortgegangen, um die Zeitungen zu holen und da ſie eine große Freundin die⸗ ſer Lectuͤre war, ſo pflegte ſie dieſelbe erſt auf dem Zei⸗ tungsbureau durchzuſtudixen, ehen ſie ſie ihrem Herrn nach Hauſe brachte. 1 hCih 0 Als die wuͤrdige Frau hinausging, rief ſie draußen noch drei Mal:Riegeln Sie zu, Herr Philipp! worauf er antwortete:Gleich, gleich! Aber etwas Weeiteres geſchah nicht, denn die Traͤume begannen inzwiſchen. Und im Traume ſah der Poet ein Bild nahen, bei deſſen Anblick er faſt zu zittern begann. 252 Es war das Bild der begeiſterken Beſchwoͤrerin