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„Aha, man weiß ſchon, was das zu bedeuten hat — ich daͤchte, Frau Dick haͤtte ſich mit dem Stiefbru⸗ der begnuͤgen koͤnnen, den Alban bereits bekommen; es bleibt ja fuͤr das arme Kind gar nichts uͤbrig.“
„Daruͤber wollen wir uns troͤſten, liebe Madame Malmelin— er hat ja dagegen zwei Erbinnen zur Auswahl.“
„O, weiß man aber denn, ob dieſe nicht auch noch mehr Miterbinnen bekommen werden?... Aber was macht denn Frau Walborg?“
„Sie hat noch regelmaͤßig ihre Kolik, beſucht noch zehnmal den Alten und rauft eben ſo vielmal Jerker bei den Haaren, wenn er ihr etwas nicht recht macht.“
„Wenn Herr Philipp mir es nicht uͤbel nehmen wollte, ſo moͤchte ich auch eine Neuigkeit berichten.“
„Was denn fuͤr eine? Das Geſicht, was Sie da ziehen, macht mich ſchon verdrießlich. Vergeſſen Sie nicht, meine liebe Norne, daß der erſte Akt meines neuen Stuͤcks ein Meiſterwerk von Humor werden ſoll — wir muͤſſen lachen.“
„»Wenn das iſt,“ antwortete die Malmelin,„ſo wird es am beſten ſein, wenn ich ſchweige.“
„Nein, redet, denn ſonſt kommt mir dieſer feier⸗ liche Ton nicht aus den Ohren.“
„Ich habe Jemanden geſehen... wußten Sie ſchon etwas davon, daß ſie hier in der Stadt iſt?⸗
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