Teil eines Werkes 
22.-24. Bd. (1851)
Entstehung
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birgt ſich zuweilen ein giftiger Wurm, aber deswegen koͤnnte er doch immer in ſeiner großen Wohnung blei⸗ ben, denn wenn Jemand ſeufzen will, ſo wuͤßte ich nicht, weshalb es noͤthig waͤre, deshalb nach der ſuͤdlichen Stadt zu laufen und drei Treppen hoch zu ſteigen.

Madame Malmelin, als Hausfrau und Wirthin des bald heiteren, bald melancholiſchen, ſtets aber von ſeinen Freunden geſuchten Dichters, war jetzt eine ganz vornehme Dame, die nur im Voruͤberfahren den Maͤd⸗ chen und Bedienten zunickte, welche fruͤher ihre Gelegen⸗ heitsgedichte und Liebesbriefe bei ihr beſtellt hatten, und eine Dame, welcher, ſeitdem ſie Hut und Schleier trug der vertrauliche Auftrag ihres Herrn, auch die Auf⸗ wartung in der albernen Dachſtube zu uͤbernehmen, keineswegs zuſagte. Aber dieſe Vornehmheit hinderte gleichwohl die wuͤrdige Frau nicht,das dumme Loch auf das ſauberſte in Stand zu halten. Und kaum hatte ſie heute das letzte Staͤubchen abgewiſcht, als Je⸗ mand die Treppe heraufkam.

Es war der Eigenthuͤmer des Dachſtuͤbchens, wel⸗ cher eintrat.

So wie wir jetzt Philipp ſehen, lag in ſeinem Ge⸗ ſicht der Ausdruck behaglicher Sorgloſigkeit und in ſei⸗ nem Weſen etwas ewig Junges, etwas von dem fruͤheren Studenten.

Nun, was ſoll denn hier losgehen?« fragte Ma⸗ dame Malmelin kurz.