Teil eines Werkes 
22.-24. Bd. (1851)
Entstehung
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Und kein Beſuch ward angenommen. Aber am Abend des dritten Tages, als ſie ſich in das Zimmer ihres ſeligen Gatten begeben hatte, um hier einen Ha⸗ fen der Ruhe zu ſuchen, hoͤrte ſie draußen eine Stimme ſagen: 3

Nun, ich werde doch hinein duͤrfen?

Bei dieſen Worten durchrieſelte ein leiſes Zittern Honorinens Glieder. Ein wohlthuendes Gefuͤhl, etwas von dem Alten, dem Gewohnten, dem Friedlichen, und dennoch etwas Beſſeres kam uͤber ſie.

Die Thuͤr oͤffnete ſich.

Lieber Gott, was iſt denn mit Dir? rief Six⸗ ten.Die dummen Menſchen ſagten, Du wollteſt Niemanden ſehen.

O, Dich will ich ſchon ſehen, mein guter, lieber Sixten!

Nun, das war gut ich hatte mich ſchon auf etwas Anderes gefaßt gemacht, weil ich nicht Wort ge⸗ halten habe.

Nicht Wort gehalten?

Freilich, der Monat iſt noch nicht ganz um.

Das iſt wahr weshalb biſt Du denn eher

gekommen? Lieber Gott, ich habe ja eine außerordentliche Neuigkeit zu erzaͤhlen... Aber erſt, liebe Honorine,

mußt Du mir ſagen, ob Dir etwas fehlt Deine Augen kommen mir ganz anders vor.

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