Teil eines Werkes 
22.-24. Bd. (1851)
Entstehung
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Wenn dieſer letzte, aufrichtige Zuſatz nicht geweſen waͤre, koͤnnte man es fuͤr moͤglich halten, daß Honorine, in deren Antlitz ſich eine lebhafte Ruͤhrung malte, eine andere Antwort gegeben haͤtte, als welche ſie jetzt gab.—

„In allen dieſen Eigenſchaften,“ ſagte ſie mit ihrer milden Wuͤrde, mit einer Wuͤrde, welche aber jetzt einen Anflug von Kuͤhle erhalten hatte,„ſind Sie dennoch willkommen und werden es auch allezeit bleiben.“

Philipp hatte tief aus ſeinem Herzen und warm geſprochen. Dieſe gemeſſene und ſteife Antwort erbit⸗ terte ihn daher. Und ſogleich fuhr ein neuer Wind⸗ ſtoß durch ſeine Seele.

„Dieſer Ring,“ ſagte er, ſich ſtolz aufrichtend, indem er Lilia's Geſchenk zeigte,„iſt nun mein Schick⸗ ſal. Ich habe das Weib wiedergewonnen, welches die Leidenſchaft meiner Jugend war... Auch meine Kinder werden nun bald ihre Mutter wiederbekommen.“

„Das Geruͤcht hat ſchon Ihre Siege verkuͤndet. Ich wußte, nach welchem Orte der heimkehrende Pilger zuerſt wallfahrtete.“

Honorine ſprach vielleicht etwas ſchneller als ge⸗ woͤhnlich— das war Alles.

„Wie— Sie wußten... man hatte geſagt... Sie wußten es, Sie und...“

„Aber, mein Gott, was Abſonderliches finden Sie Ein Gerücht. VlII. 2