Teil eines Werkes 
22.-24. Bd. (1851)
Entstehung
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„Sprechen Sie, von was Sie am liebſten wollen, Herr Thurné— ich habe meine Gaͤſte niemals an den Zwang der Etiquette zu binden geſucht.“

„Es iſt entſetzlich lange, ſeitdem ich Tjuſtorp ver⸗ ließ. Es kommt mir vor, als wenn zehn Jahre ſeit dieſer Zeit verfloſſen waͤren.“

„Und gleichwohl iſt es nur eins.“

„Ja, aber eins, welches mir zehn Jahre meines Lebens geraubt hat— deshalb habe ich das Recht, zehn zu ſagen.“

Honorine gab keine Antwort.

„Und nun, da ich dieſe Heimath des Beſten und Schoͤnſten wiederſehe, was die Erde zu bieten hat, jetzt, gnaͤdige Frau, muß ich... ja, ich muß Ihnen ſagen, daß es ein tiefer Schmerz iſt, in dieſe Heimath ſo zu kommen, wie ich.“

„Mein Herr, ich weiß nicht...“

„Nein, Sie wiſſen vielleicht nicht, daß ich als der komme, der ſein Erbtheil am Paradieſe verloren hat... daß ich—“ ſeine Stimme ward immer unſicherer und zitternder—„als ein armer Pilger komme, der noch einmal die Staͤtte wiederſehen und beweinen will, wo er gluͤcklich geweſen iſt... Sie wiſſen nicht, daß ich endlich als ein Bittender komme, um Verzeihung zu erflehen, daß ein maͤchtigerer Wille, als der meine, mich

weit von dem Orte hinweggefuͤhrt, zu welchem doch der edlere Theil meines Weſens mich fortwaͤhrend hinzieht.“