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der ſtuͤrmiſchen Eindruͤcke der Leidenſchaft uͤberdruͤſſig, er war ihrer tauſend ſchwaͤrmeriſchen Grillen uͤberdruͤſ⸗ ſig, er begann Alles deſſen muͤde zu werden und fuͤhlte eine erhabene Wolluſt in der Ruhe, die er jetzt erfuhr.
Wie war doch an dieſer Staͤtte Alles ſo ruhig
und ſo rein!
„Und dieſe Frau haͤtte die Mutter Deines Kin⸗ des, Deine Gattin, Dein Schutzengel ſein koͤnnen!“
Er ſagte dies leiſe, ohne Hohn, ohne Sturm und Raſerei, aber nicht ohne eine tiefe, maͤchtige Bewegung⸗
„Wenigſtens werde ich ſie nicht zum zweiten Male betruͤgen!“ murmelte er mit noch undeutlicherer Stimme.
Hiierauf wollte er die Hand an das Schloß des Gitterthors legen, aber ſeine Hand zitterte ſo heftig, daß er noch einen Augenblick warten mußte.
Er wuͤnſchte nun, nicht im Hinterhofe vom Pferde geſtiegen zu ſein; er wuͤnſchte, daß er gefahren waͤre, ſo daß das Geraͤuſch Honorinens Aufmerkſamkeit auf die Straße gelenkt haͤtte.
Aber es war nun einmal ſo. Und hinein mußte er, denn jeden Augenblick konnte Jemand kommen.
„Ja, ich will hineingehen, ich will... ich will muthig ſein... Und nun war er muthig, denn er brachte alle andere Gedanken durch den zum Schweigen: „Wenn Lilia Dich ſaͤhe!“
Aber ſelbſt in dem Muthe lag ein heimlicher


