Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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chen wuͤrde. Der Huͤttenmeiſter wußte naͤmlich, daß Thurné bei ſeiner ſogenannten Abreiſe auf dem Poſt⸗ buͤreau beſtellt hatte, daß die fuͤr ihn ankommenden Briefe bis zu ſeiner Ruͤckkunft aus Norwegen liegen bleiben koͤnnten. Es war daher wahrſcheinlich, daß er darnach fragen wuͤrde.

Lilia hatte zwei oder drei Beſuche gehabt, vor welchen ſie ſich nicht verleugnen zu laſſen wagte, denn die Beſuchenden waren Mitglieder der Klatſchcoterie, welche ſich weder durch Gewitterwolken, noch durch den drohenden Regen in ihrer Thaͤtigkeit hindern ließen.

Nachdem ſie endlich drei Mal von Anfang bis zu Ende Bericht uͤber die Partie nach Friedrichshall er⸗ ſtattet und den Damen erlaubt hatte, in Bezug auf den Umſtand, daß der Huͤttenmeiſter ſie gefahren, zu vermuthen, was ſie wollten, kam ſie aus dieſem neuen Fegefeuer heraus und der erſte Gebrauch, den ſie von ihrer wieder gewonnenen Freiheit machte, war, daß ſie vor den Spiegel eilte, um ihn hinſichtlich der Wirkun⸗ gen zu befragen, welche die Ungeduld auf ihrem Antlitz zuruͤckgelaſſen haben mußte.

Ehe ſie jedoch zu einer Entſcheidung kommen konnte, kam die kleine Sylvia hereingeſprungen, um bei der Mama zu bleiben.

Aber es gab viele Augenblicke in dem Leben dieſer Mutter, wo ſie nicht die Madonna ſpielen wollte, und da der bevorſtehende Augenblick ein ſolcher war, ſo be⸗