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legen, lebe bevor
leibt.
a den
ihre hmen
pfin⸗ greif⸗ Hand ruͤche zaͤrme
1 3 67 und gleichwohl beabſichtigte ſie, ihren Mann zu betruͤ⸗ gen, ſobald er den Ruͤcken gewendet haben wuͤrde.
„Was iſt das?“ ſagte der Kammerrath in herz⸗ lichem Tone—„ich glaube, in dieſer Bewegung waltet ein gutes Gefuͤhl, wie?“
„Mein Freund... ich...“ ſtammelte Lilia, ohne weiter ſprechen zu koͤnuen.
„Mein Kind, einmal, hoffe ich, wirſt Du verſte⸗ hen, wie ſehr ich Dich liebe, Du wirſt verſtehen, daß
die Strenge, die ich jetzt zuweilen zu zeigen genoͤthigt
bin, nur durch Deine eigene Schuld herbeigefuͤhrt wird.
Wenn Du aber Alles geworden ſein wirſt, was ich
hoffe,“ ſetzte er laͤchelnd hinzu,„ſo ſollſt Du auch die
Macht erhalten, nach welcher Du ſtrebſt, denn dann
wirſt Du ſie nicht mißbrauchen. Habe Dank inzwi⸗
ſchen fuͤr dieſen Augenblick, der mir den angenehmſten
Eindruck gegeben, den ich ſeit unſerer Verheirathung
gehabt.“ 8
„Noch einmal gab der Kammerrath ſeiner jungen Gattin eine zaͤrtliche Liebkoſung, worauf er mit gutge⸗
launtem Kopfnicken ſich entfernte.
Lange, nachdem ſein Tritt verhallt war, ſaß Lilia noch unbeweglich da. Sie war außer Stande, ihre eigenen Gefuͤhle zu beurtheilen— ſie ward dadurch ganz verwirrt.
Auch ſie empfand den erſten freundlichen Eindruck 5*


