Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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8 5 haͤtte, als ſie fahren zu duͤrfen; nur muͤſſe er dazu ein wenig aufgemuntert werden, weil außerdem ſeine Schuͤch⸗ ternheit ihm niemals erlauben wuͤrde, ſich eine ſolche Gunſt auszubitten.

„Guter Walfried, ich bin Dir Aufrichtigkeit ſchul⸗ dig und ich will aufrichtig ſein.“

„Das freut mich, aber in welchem Falle handelt es ſich jetzt um Aufrichtigkeit?“

„Der junge Huͤttenmeiſter“... Lilia wollte wei⸗ ter ſprechen, aber ſchlug die Augen nieder und ſtockte.

„Weshalb nimmſt Du einen ſolchen Ton an?“

„Ich weiß nicht, welchen Ton ich zufaͤllig ange⸗ nommen habe, ich weiß blos, daß Du eben ſo gut, wie ich, den Ton kennſt, der in der Stadt herrſcht. Man behauptet... Du weißt, man behauptet...“

„Nun ja, ich weiß es— man behauptet, daß der Huͤttenmeiſter Montin Dir ein wenig mehr die Cour macht, als die uͤbrigen Herren; aber dennoch habe ich ihn niemals gegen die Achtung verſtoßen ſehen, welche

meine Frau, wie ich hoffe, ein Recht hat, zu erwarten.“

„Das iſt wahr. Aber ſeit den zwei letzten Tagen finde ich...“

„Was findeſt Du?“

„Ach, ich weiß nicht, wie ich mich erklaͤren ſoll— aber ich moͤchte gern von dieſer Partie loskommen. Und Du kannſt, nach dem zu urtheilen, was Du mir geſtern Abend ſagteſt, nichts dagegen haben.“