Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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nicht das Bild ſeiner Frau, ſo wie er ſie 8 eben geſehen, verbannen— dieſes Bild quaͤlte ihn unaus⸗

ſprechlich.

Wir uͤbergehen die beiden Tage, welche dieſe Nacht von dem zur Fahrt nach Friedrichshall beſtimmten Mor⸗ gen ſchieden. 4

.Mein Freund,“ ſagte Lilia, indem ſie ihre Reiſe⸗ coſtuͤm zur Hand nahm, wuͤrde es Dir nicht lieb fein, wenn ich zu Hauſe bliebe?“

„Warum wollteſt Du das?“ antwortete der Kam⸗ merrath in ausweichendem Tone.

„Du haſt ja noch keinen paſſenden Vorwand ge⸗ funden, die mit Herrn Montin getroffene Uebereinkunft zu brechen. Er wird daher eben ſo gewiß mich fahren, als Du Frau C. fahren wirſt, welche Dir geſtern ſo viele Beſuche machte, daß Du ſie nicht mißverſtehen konnteſt.“

„Das weiß ich ja Alles ſchon!“ antwortete der Ehemann ziemlich muͤrriſch.

Aber er war weit entfernt,„Alles“ zu wiſſen; ſo zum Beiſpiel wußte er nicht, daß die Einladungen der erwaͤhnten Dame zu der Partie nach Friedrichshall von ſeiner Gattin herruͤhrten, welche Frau C. zu verſtehen gegeben hatte, daß der Kammerrath keinen hoͤhern Wunſch