Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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ihren Tyrannen gehabt haben... O, ich bin noch er⸗ baͤrmlicher, als er, denn ich will mich immerdar mit Fuͤßen treten laſſen!“

Sie warf mit einer gewaltſamen Geberde das Band wieder fort. Wenn aber ihre Blicke den Tod haͤtten ge⸗ ben koͤnnen, ſo wuͤrde der Kammerrath dieſen Augen⸗ blick nicht uͤberlebt haben.

War es wohl die geheime Macht dieſer Blicke, was ihn aufweckte? Es iſt moͤglich— er ſchlug die Augen auf und betrachtete ſeinerſeits die Frau, welche jetzt aufrecht vor ihm ſaß.

„Was iſt Dir?“ fragte er ſchnell.

„Ich wollte Dich eben fragen, mein Freund! Du haſt mich faſt zu Tode erſchreckt.“

„Ich?

„Ja, Du. Biſt Du nicht krank oder haſt Du vielleicht einen ſchauerlichen Traum gehabt?“

„Nein, keins von beiden.“

„Nun, dann iſt es mir unbegreiflich. Du jammer⸗ teſt ſo unheimlich und du ſprachſt Worte, die drohend lauteten... Aber wenn Du nichts davon weißt, ſo hat

es natuͤrlich keine Gefahr. Ich ſchlafe dann ruhig wie⸗

der ein.“ Und die junge, unruhige Gattin wendete ſich auf die andere Seite und ſchlief ein. Aber der Kammerrath ſchlief nicht ein. Er konnte