Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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Sie laͤchelte jedoch— es war ein Laͤcheln, ſo wie es auf Delila's Lippen zu ſehen geweſen ſein mag, als ihre Hand Simſons Haar beruͤhrte.

„Es iſt ja nichts Gefaͤhrliches darin, daruͤber nach⸗ zudenken,“ ſagte ſie zu ſich ſelbſt... ves iſt ein Fieber⸗ traum— weiter iſt es nichts.

„Nun wohl, ich will dieſen Fiebertraum haben, um die Stunden des Wartens zu verkuͤrzen. Man iſt ja nicht verantwortlich fuͤr ein Fieber.. fuͤr einen Taumel... o nein, aber es bringt doch zuweilen Kuͤhlung, wenn man in dieſer Welt lebt, die außer uns iſt, und doch in uns.

„Waͤhrend des Fiebers wuͤrde ich dieſes Band— vorſichtig, ſehr vorſichtig— unter ſeinem Halſe durch⸗ ziehen... er liegt ganz frei... O, zittert man auch ſo im Traume, im Fieber... Wenn ich dann die bei⸗ den Enden des Bandes uͤber's Kreuz legte und dann traͤumte, daß ich mit meinen Haͤnden an jedem derſel⸗ ben einen ruhigen und feſten Zug thaͤte... warum koͤnnte ich dann nicht weiter traͤumen.. uͤber nichts Anderes, als daß ich morgen frei waͤre... frei. frei... frei..„

„Aber,... hu, hu, hu, wie dieſer Fiebertraum meine Nerven erſchuͤttert..

„Ach, der Elende, er muß leben! Ich bin feig, feig, und er wird es ſein, der mich toͤdtet.. Nein, ich be⸗ ſitze nicht jenen Heldenmuth, den ſo viele Frauen gegen