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Geberde gegen den Schlafenden und dabei blitzten ihre Augen wie von einer ſchon befriedigten Rache. Und dennoch war dieſe Rache noch nicht gefunden. Sie war ſo ſchwer zu finden, weil keine ihr hinreichend zu ſein ſchien.
Sollte ſie mit Philipp entfliehen und dieſen um ſeinen Namen und ſeine Ehre ſo aͤngſtlich beſorgten Mann, ausgelacht und mit dem Mitleiden der ganzen Welt be⸗ laden, ſitzen laſſen? Nein, dieſes Mitleiden konnte auf⸗ richtig ſein— er durfte daher kein ſolches erhalten.
Nun wohl;, ſollte ſie ihm vielleicht den hoͤlliſchen Schmerz bereiten, daß ſie ſich von ihm in den Armen ihres erſten Gatten uͤberraſchen ließe? Das waͤre beſſer geweſen, das mußte ihm das Herz zerfleiſchen— aber ungluͤcklicherweiſe nicht blos das ſeine; mit demſelben Augenblicke waren ihre heimlichen Liebesintriguen ab⸗ geſchnitten. Daran war alſo auch nicht zu denken.
Jedoch ſie wußte noch etwas.
Ob wohl Philipp, da ſie nicht mehr fuͤr einander leben durften, den Muth hatte, mit ihr zu ſterben? Dies mußte eine Seligkeit fuͤr ſie ſein und dieſe Se⸗ ligkeit mußte einen unausloͤſchlichen Schandfleck auf den zweiten Mann einer Frau werfen, welche, um nicht laͤn⸗ ger mit ihm zuſammenleben zu muͤſſen, lieber in Ge⸗ ſellſchaft ihres erſten Mannes den Tod waͤhlte.
Aber... ſo jung zu ſterben, waͤhrend das Leben noch ſo viel zu bieten hatte, gerade waͤhrend dieſe ſtraf⸗


