Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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an welchen Du die Keckheit hatteſt, ſelbſt zu erinnern, verſetzteſt Du mir einen, an welchem ich noch lange lei⸗ den werde.“

„Gunnel, Gunnel, wie lange bleibſt Du!“

„O, es iſt ja gar nicht ſo eilig— die Luft faͤngt an, rein zu werden und ich habe noch ein paar Worte zu ſagen.“

Lilia ſuchte vermittelſt eines Stuhls, den ſie„zu⸗ fällig“ hin und her ſchob, ein zweckdienliches Geraͤuſch zuwege zu bringen, da aber der Kammerrath ebenfalls

zufällig ſeine Hand auf denſelben Stuhl legte, ſo ward

es wieder ſtill.

„Als Du Dich weigerteſt, jenes Billet an ihn zu ſchreiben und ich Dich noch einmal zwang, mir zu Fuͤßen zu fallen... Du erinnerſt Dich noch, daß Du, um Barmherzigkeit flehend, meine Knie umfaßteſt...“

„Still, ſtill— die Waͤnde haben Ohren.“

„O nein, damit hat es keine Gefahr. Was ich noch zu ſagen habe, iſt blos das: Als ich in dem Au⸗

genblick, von welchem wir ſprechen, Dich aufhob und

erklaͤrte, daß ich, ungeachtet alles deſſen, was mir be⸗ kannt geworden, keine Rechenſchaft in Bezug auf die Vergangenheit verlangen wollte, ſetzte ich gleichzeitig hinzu, daß dies hingegen mit dem geſchehen wuͤrde, was nach unſerer Vermaͤhlung vorfiele. 3

„Nun wohl, rufe Dir dieſe Worte genau in's Ge⸗ daͤchtniß zuruͤck, denn bei meiner Seele ſchwoͤre ich, wenn

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