Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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Lilia war der Meinung, daß dieſe Hindeutung der erſten Aeußerung ihres Mannes eine neue Farbe geben muͤßte; aber bald wuͤnſchte ſie, daß ſie ſich nicht die Muͤhe genommen haͤtte, dieſe Farbe aufzutragen.

„Gunnel,“ ſetzte ſie hinzu, als dieſe wieder den Kopf herausſteckte,„was klapperſt Du denn an der Thuͤr herum— mache doch ſchnell und ſchließ zu und hole mir meinen Mantel.“

„Warum ſagſt Du, wieder eiferſuͤchtig, liebes Kind — ich bin es ja niemals geweſen.“

„Was ſagſt Du— haſt Du ein ſo kurzes Ge⸗ daͤchtniß? Damals begingſt Du gleichwohl eine Unge⸗ rechtigkeit. Ich war an jenem zufaͤlligen Wiederſehen durch das Fenſter ganz und gar unſchuldig.“

Der Kammerrath runzelte die Stirne.„Du ſpielſt auf etwas an, woran Du Deinen zweiten Mann am allerwenigſten erinnern ſollteſt und um Deiner ſelbſt willen wuͤnſchte ich, daß jenes ſonderbare téte-à-téte nicht ſtattgefunden haͤtte. Es thut mir leid, daß ich Dich ſtatt deſſen bitten muß, Dich an etwas Anderes zu erinnern — ich meine den Morgen nach unſerer Hochzeit.“

Ein Beben durchzitterte Lilia; ſie fuͤhlte in der Luft, daß Jemand auf der andern Seite der Thuͤr athmete.

Sie wußte nicht, wie ſie ihren Mann von dieſem ungluͤckſeligen Thema abbringen ſollte, welches durch ihren eigenen Wunſch hervorgerufen worden, vor dem