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Sie zitterte wie ein Espenlaub, das arme Geſchoͤpf, als ſie den Schluͤſſel umdrehte und uͤber die Schwelle des Zimmers ſchritt, in welchem ſich ihr zweiter Herr aufhielt.
Zum Gluͤck ſah der Kammerrath nicht hinein.
„Hoͤre, mein Freund,“— Lilia hielt ihren Gatten mit dem Arme noch immer feſt—„da wir nicht daran denken koͤnnen, uns jetzt ſchlafen zu legen, ſo wollen wir noch eine Zeit lang draußen ſpatzieren gehen— es wird mir ſehr wohl thun.“
„Aber ich koͤnnte gerade nicht ſagen, daß ich fuͤr meinen Theil...*
„O Du, der fuͤr einen ſo zaͤrtlichen Ehemann gel⸗ ten will, mußt doch wohl Deiner Frau eine ſolche Klei⸗ nigkeit zu Willen thun koͤnnen. Verdiene ich es viel⸗ leicht nicht?“
„Du biſt heute ſehr charmant geweſen, mein Kind! Meine Erziehungsmethode faͤngt an, auf Dich zu wirken.“
Bei dieſen letztern Worten ward Lilia blutroth, aber es gelang ihr doch, ein Laͤcheln hervorzuzwingen, obſchon ſie faſt Kraͤmpfe bei dem Gedanken bekam, daß die Stimme des Kammerraths in dem Nebenzimmer ſehr deutlich gehoͤrt werden konnte.
„Gleichwohl,“ hob der Mann wieder an,„haͤtteſt Du Dir uͤber das Mißvergnuͤgen des Huͤttenmeiſters keinen Kummer zu machen gebraucht. Ich will nicht, daß er auf der Partie nach Friedrichshall Dich fahren ſoll.“
„O, Du biſt doch nicht wieder eiferſuͤchtig?“
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