Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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ren, vom Schlage getuhrt zu werden. Solche Sei⸗ denſtoffe waren noch nicht in Schweden geſehen worden und ſolche Shawls hatten die Graͤfinnen nur im Traume geſchaut.

Man kann nicht glauben, welchen Erfolg dies hatte. Frau W. bot Lilia das Du an, Frau C. er⸗ laubte ihr, ſie Tante zu nennen und beide Frauen wa⸗ ren aberzeugt, daß die kleine Kammerraͤthin eine der charftanteſten und liebenswuͤrdigſten Frauen ſei, die es jemals gegeben.

Sie war nicht einmal kokett— es war dies blos ſo ihre Natur, in welcher etwas Magnetiſches lag, was der Grund war, daß alle Maͤnner ſich an ihre Schleppe hingen.

Gänz vergnuͤgt uͤber ihr Werk ging Lilia weiter.

In der gfidelen“ Coterie lachte ſie wie naͤrriſch uͤber die ehrwuͤrdigen Perſonen, bei welchen ſie ſoeben geweſen.

In der kleinen Klatſcheoterie trat ſie dagegen wie⸗ der als eine ſcharfe Tadlerin der fidelen Geſellſchaft auf, welche Alles profanirte und endlich machte ſie bei den „gutmuͤthigen“ Leuten einen demuͤthigen Beſuch, wobei ſie ſich deren Wohlwollen, als dem wuͤnſchenswertheſten, was ſie ſich denken koͤnnte, empfahl, denn all der Luxus und Tand, an dem ſie gezwungen war, theilzunehmen, war ihr im hoͤchſten Grade zuwider.

Erſt gegen Mittag kam ſie, ganz erſchoͤpft von ih⸗