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„Nein, dieſer Durſt, dieſer Hunger verzehrt mich
— ich vergehe— ich muß Linderung haben, oder ich
werde wahnſinnig.
„O, dieſe fuͤnf Tage, welche ich nicht hier war — niemals habe ich ſo gelitten— haͤtte dies die ganze Woche gedauert, ſo wuͤrde ich nicht mehr die Kraft gehabt haben, zu leiden— ich waͤre geſtorben.
„Aber dieſes Incognito, dieſes Schleichleben muß ein anderes Ziel haben, als einen verſtohlenen Blick durch das Fenſter, nachdem es ſchon ſo dunkel iſt, daß nur das Herz das Feuer dieſes Blickes ahnen kann... Ein Billet, eine Blume— was iſt das?— Ich will leben und ich werde leben.
„Zweimal iſt er ausgeweſen, um zu fiſchen. Er muß morgen wieder ausgehen, hoͤrſt Du, ich will es... Du wirſt ja Mittel finden, ihn dazu zu vermoͤgen. In der elenden Huͤtte, wo ich vor Aller Blicken verbor⸗ gen lebe, rufe ich Dich auf den Knien um Erbarmen an— ich will Dich morgen ſprechen— es darf kein Hinderniß dazwiſchen kommen!
„Dieſes Billet, werde ich Mittel finden, wieder in Deinen Blumenſtrauß hineinzuſchmuggeln. Fuͤr Geld ſind die Menſchen hier eben ſo feil, als anderwaͤrts.
„Auf der rechten Seite Deines Vorzimmerfenſters ſteht ein Reſedenſtock— dieſer wird heute Abend, nach⸗ dem Du nach Hauſe gekommen, auf der linken Seite
Ein Gerücht. VIlI. 2


