Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

15

„Glaubſt Du, daß es mir ſchaden kann?e fragte ſie im Tone unbeſchreiblicher Gutmuͤthigkeit.

Wie demuͤthig und zaͤrtlich blickte ſie ihren Mann an, damit ſeine Blicke nicht das halbzerriſſene Bouquet ſuchen moͤchten.

„Ja, es iſt nicht geſund.“

„Du weißt, mein Freund, daß Du blos ein Wort zu ſagen brauchſt, ſo gehen wir.“

züber Du amuͤſirſt Dich ja.“

„Das iſt wahr, ich leugne es nicht; ich bin hier⸗ her gekommen, um mich zu amuͤſiren und ich thue mein Moͤglichſtes.“

„Willſt Du noch mehr mit dem Huͤttenmeiſter tanzen?“

„Ach, nur noch einen Walzer— er tanzt ſo ſuͤ⸗ perb! Wenn Du noch jung waͤreſt, beſter Walfried, ſo wuͤrde ich Dich bitten, Dir Muͤhe zu geben, mit ihm zu wetteifern; aber jetzt laͤßt Du ihm wohl den Sieg behalten, nicht wahr?“

Der Kammerrath zog eine ſeiner allerfreundlichſten Grimaſſen.„Im Fall,“ fluͤſterte er,„von der mor⸗ genden Wagenpartie die Rede ſein ſollte, ſo vergiß nicht, daß ich ſelbſt...“

„Ach, mein Freund, ich fuͤhle, daß mein Schuh⸗ band locker geworden iſt— verzeih... ich muß in die Garderobe.“

„Das iſt doch ein ſehr merkwuͤrdiges Schuhband,