Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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Frau ſcharf in's Auge gefaßt haͤtte, ſo wuͤrde er gefun⸗ den haben, daß der Walzer ſie ſehr angegriffen hatte.

Aber es giebt gewiſſe Dinge, die, wie unbedeu⸗ tend ſie auch ſein moͤgen, doch einen unbeſchreiblichen Werth haben und man muß daher ahnen, daß es nicht der Walzer war, ſondern der beinahe ſichere Verluſt des Straußes, was die Nervenzuckungen veranlaßte, welche die Goͤttin des Balles nicht beherrſchen konnte.

In Bezug auf dieſen Strauß war die Geſchichte die, daß Frau Lilia ſich einen ſolchen aus dem vor⸗ nehmſten Garten der Stadt alle Abende zuſenden ließ.

Es war dies eine unſchuldige Beſtellung ſie liebte die Blumen einmal; aber an dieſem Abend war der Strauß erſt gekommen, als ihr Mann zum dritten oder vierten Male erklaͤrt hatte, es ſei nicht mehr Zeit, laͤnger zu warten, ja erſt im Vorderhauſe hatte ſie ihr ſchoͤnes Attribut in Empfang nehmen koͤnnen. Und keinen Vorwand, der nicht Verdacht erweckt haben wuͤrde, gab es, um nicht noch einmal in das Zimmer hinaufzugehen. Inzwiſchen koͤnnen wir verſichern, daß der Mangel eines ſolchen Vorwandes die junge Dame unausſprechlich peinigte.

Es war etwas Eigenthuͤmliches mit dieſen Blu⸗ men. Zwiſchen denſelben verbarg ſich ſeit drei Abenden ein gewiſſes, ſehr zartes und ſehr gefaͤhrliches Gewaͤchs, welches durchaus von den andern geſchieden werden mußte.

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