Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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der Eiferſucht kaͤmpfte und als ſie dies ſah, ſchlug ſie ſogleich ihre Blicke auf, laͤchelte den Huͤttenmeiſter an, den ſie waͤhrend der ganzen Zeit ausgezeichnet hatte und lehnte ſich, faſt halb ohnmaͤchtig und erſchoͤpft, auf ſeinen Arm.

Man kann nicht Alles auf einmal in Acht nehmen.

Und deshalb geſchah es, daß, waͤhrend unſere Pri⸗ madonna ihre kleine Comoͤdie zur Beluſtigung des Ehe⸗ mannes ſpielte, ſie den Blumenſtrauß, den ſie den gan⸗ zen Abend nicht aus der Hand gegeben, ſo wenig feſt⸗ hielt, daß er bei dem Voruͤbertanzen eines der walzen⸗ den Paare mitfortgeriſſen und weithin auf den Saal geſchleudert ward.

Ach, mein Strauß, ſagte ſie mit abgebrochener Stimme und ihre ſo eben noch umſchleierten Blicke ſuchten mit funkelnder Begier auf dem Boden umher.

Ihr Strauß? Der artige Cavalier blieb ſo⸗ gleich ſtehen, bereit, ſich in das Gedraͤnge zu ſtuͤrzen.

Aber der Strauß flog von Fuß zu Fußz; hier ſchleppte ihn eine weitlaͤufige Garnirung rechts, dort eine noch weitlaͤufigere links; hier ward er von einem kleinen Seidenſchuh platt getreten, dort machte er durch die Beruͤhrung eines blank polirten Stiefels einen gymnaſtiſchen Bockſprung und durch alle dieſe Bewe⸗ gungen kam er der Thuͤr, wo der Kammerrath ſtand, immer naͤher und naͤher.

Wenn Jemand in dieſem Augenblick die junge