welche ſeinen Verſtand wieder verwirrte und erhitzte, der nach der durchwachten Nacht an einem feuchten Mee⸗ resſtrande wirklich angefangen hatte, ſich aus ſeiner Be⸗ taͤubung herauszuarbeiten.
Doch dem ſei wie ihm wolle, er war nun fort und man begreift, daß Lilia zu ihrem oͤffentlichen Auf⸗ treten keinen vortheilhafteren Augenblick haͤtte waͤhlen koͤnnen, als gerade dieſen.
Heute mußten ja Alle von ihr ſprechen, heute mußten ja Alle wuͤnſchen, wenn auch nur den aller⸗ kleinſten Schimmer von ihr zu erblicken und nun er⸗ blickte man nicht blos einen Schimmer, ſondern ihre ganze, kleine, entzuͤckende Perſoͤnlichkeit.
Ihre Dreiſtigkeit war ſo groß, daß es in ihrem Innern keine Spur von Schaam gab.
Gleichwohl hatte ſie es paſſend erachtet, uͤber ihr engelſchoͤnes Geſicht einen Schleier romantiſcher Ver⸗ ſchaͤmtheit, unbeſchreiblicher Kindlichkeit, ja einer ge⸗ wiſſen Menſchenſcheu fallen zu laſſen; aber ſo wie ſie fuͤhlte, daß ſie auf dem neuen Boden feſten Fuß faßte, ließ ſie allmaͤlig dieſe kleinen, haͤuslichen Zierden fallen und ſchmuͤckte ſich ſtatt deren mit anderen brillanteren und blitzenderen, die geeignet waren, ſie zur Goͤttin der Freude zu machen.


