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redungen zu romantiſchen Zuſammenkuͤnften, heimliche Skandalgeſchichten, die von einem Telegraphen zum andern liefen— mit einem Wort, es war die Freude, welcher unter allen Geſtalten gehuldigt ward.
Aber die Freude hatte auch ihre eigene, bekraͤnzte Goͤttin, welche witzige Einfaͤlle, Scherzworte, laͤchelnde und aufmunternde Blicke und unſchuldige Gunſtbe⸗ weiſe mit vollen Haͤnden um ſich her ſtreute.
Dieſe Gottheit, welche keiner beſtimmten Coterie angehoͤrte, ſondern aus Grund ihres uͤberſchwenglichen Rufes und ihrer ausgezeichneten Gewandtheit, Zutritt bei allen erhalten hatte— dieſe Gottheit hatte im Verlaufe von neun Tagen Wunderwerke verrichtet.
Die Hochvornehmen hatte ſie durch ihre gracioͤſe Schuͤchternheit und beſcheidene Aufmerkſamkeit fuͤr ſich eingenommen, die Geldſtolzen durch ihren geſchmackvollen Luxus und ihren Ton unwiderſtehlicher Standesgleich⸗ heit, die Fidelen durch ihre bizarren, munteren Einfaͤlle und die Klatſchſuͤchtigen durch die Beitraͤge, die ſie freiwillig und auf hoͤchſt gewinnende Weiſe dem thaͤti⸗ gen Abgeſandten derſelben gab. Ja, ſogar die gut⸗ muͤthige Coterie hatte ſie dadurch gewonnen, daß ſie ſich zu einem kleinen, zaͤrtlichen und guten Weſen machte, welches ſich aufrichtig fuͤr Jeden intereſſirte, dem es zu⸗ letzt begegnete. Kurz, ihre Siege waren vollſtaͤndig, denn alle Maͤnner ſaͤmmtlicher Parteien huldigten ihr, feierten ſie, beteten ſie an und gehorchten ihr.


