ſchuldig machen moͤchte!“ ſagte Adele eifrig.„Ich nerſichere Dir, Honorine, wenn Thurn wieder naͤrriſch wird.
.ſo iſt es die Pflicht ſeiner Freunde, zu ver⸗ ſuchen, ihn wieder klug zu machen— das iſt meine Anſicht.“
„O, Du perachteſt ihn alſo nicht?“
„Ich verachte Niemanden. Ein Jeder hat ſeine Buͤrde von Schwachheit, und wenn die Herren Thur⸗ né's groͤßer iſt, als die vieler Andern, nun wohl, dann bedarf er um ſo mehr, daß wir ihn nicht verlaſſen.“
„Honorine, Honorine, Dein eigenes, erſtes Ge⸗ fuͤhl war auch Zorn!“
„Das erſte Gefuͤhl iſt gewoͤhnlich das am we⸗ nigſten verlaͤßliche.“
„Aber gerade dieſes iſt es, mit welchem ich ſym⸗ pathiſire... Wenn Arnold, der auch einmal von dieſem Weibe behext war, bei ihrem Anblicke ſich wie⸗ der behexen ließe, glaubſt Du, daß ich ſo reden wuͤrde? Waͤre es an mir, ihm meinen Arm zur Stuͤtze zu reichen?“
„Meine Damen, nun muͤſſen Sie mir geſtat⸗ ten, daß ich mich in den Streit miſche!“ ſagte Arnold, der ſich bis jetzt damit begnuͤgt, aus der Ferne die Wir⸗ kungen zu beobachten, welche der Brief verurſachte. „Es iſt ganz außer aller Frage, thrure Adele, daß die Oberſtlieutenantin recht hat.“
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