Teil eines Werkes 
16.-18. Bd. (1850)
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Antlit von eilter tiefen Bläͤſſe uͤberzogen— ſeine Au⸗ gen wurden duͤſter, ſeine Stirn runzelte ſich.

Honorine ſtand ſtumm. Sie vermochte nicht zu fragen.

Aber Adele, die ſich nichts denken konnte, was in dieſem Augenblicke Arnolds Seligkeit verdunkeln duͤrfte, fragte mit Ungeduld:

„Sag', was iſt es denn?“

„Ach, etwas ſehr, ſehr Aergerliches... oder viel⸗ mehr, ein ganz entſetzliches Ungluͤck.. Philipp... beſte Frau Helleding, nun iſt guter Rath theuer— Philipp hat ſeine ehemalige Frau wiedergeſehen. Lilia iſt im Bade.“—

Auf Alles war Honorine bereit gewveſen, aber dieſer Schlag uͤbertraf ſo vollkommen alle die grauſamen Alternativen, die ſie hatte erdenken koͤnnen, daß ſie, ohne ein Wort, ohne einen Laut, zu Boden ſank. 4

Der Doctor und ſeine Geliebte wechſelten einen Blick von gleichzeitig unermeßlicher Beſtuͤrzung und unermeßlicher Theilnahme.

„Wir wollen Niemanden herbeirufen,“ ſagte Arnold leiſe.„Sei nur ruhig, meine Adele.“

„Es thut mir nur leid, daß ich Dir nicht beiſtehen

kann... Arme, arme Honorine!“ Arnold hatte inzwiſchen die junge Frau aufgeho⸗

ben, ſie in einen Lehnſtuhl geſetzt und den belebenden

Einfluß von Riechſalz auf ſie wirken laſſen. Sie ſchien