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Es war zwei Tage vor dem, der zu Arnolds Ab⸗ reiſe beſtimmt war.
Er war eben von einem Beſuch bei Doctor H. zuruͤckgekommen, deſſen Haͤnden er nun ſeinen Patienten anvertrauen mußte. Und erfuͤllt von ihr, von welcher die zwingende Pflicht ihm zu ſcheiden gebot, trat er in ihr Kabinet, wo ſie jetzt alltaͤglich einige Stunden auf dem Sopha zu ruhen pflegte.
Honorine und Jolli waren beide zugegen.
Aber Jolli ſtand da und hatte den Hut auf— ſie hatte ihrem Braͤutigam verſprochen, einen Spatziergang mit ihm zu machen und Honorine, die ſchon laͤngſt, Gott weiß wo Alles hin, zu gehen gewuͤnſcht hatte, ſagte mit ihrem reizenden Laͤcheln:
„Liebe Adele, Du nimmſt es wohl nicht uͤbel, wenn Du auf dieſe Weiſe mit Deinem Arzte allein ge⸗ laſſen wirſt?“
„O nein,“ antwortete Adele und eine leichte Ro⸗ ſenwolke theilte den Schnee auf ihrem ſchoͤnen Antlitz, „wir ſind ja ſchon viele Mal allein geweſen.“
„Ueberdies werde ich nicht lange wegbleiben,“ ver⸗ ſicherte Honorine und nickte dem Doctor bedeutungsvoll zu, welcher, ſtark erroͤthend, ſie bis an die Thuͤr begleitete.
Es vergingen einige Minuten und noch ſtand Ar⸗ nold nach derſelben Richtung hingewendet.
Zum erſten Male fuͤhlte er ſich von dem druͤckenden Gefuͤhl beſchwert, welches man Verlegenheit nennt. Er


