166
Aber, o weh, der Poſttag kam und mit ihm wieder eine getaͤuſchte Hoffnung.
Und ein Poſttag nach dem andern verging auf die⸗ ſelbe Weiſe. Sie haͤtte jetzt ſchon Antwort auf ihren allerletzten Brief haben koͤnnen. Aber das Schweigen dauerte fort. 5
Und Honorinens Schmerz, der ſich vor Niemandem Luft machen wollte, nahm mit furchtbarer Gewalt zu.
Zuweilen ward ſie von entſetzlichen Ahnungen be⸗ fallen.
Er hatte gewiß im Bade eine Frau kennen ge⸗ lernt, die ſein Herz und Gemuͤth gefangen genommen hatte und„ſie, die nicht verehrt ward, wie gewoͤhnliche Frauen“— ſo hatte er ſich einmal ausgeſprochen— ſie war ſicherlich vergeſſen.
„O nein, nein,“ ſetzte ſie hierauf hinzu, ver kann mich nicht vergeſſen haben, er kann nicht.. 4
Ein andermal war er krank, irgend ein Ungluͤck war ihm zugeſtoßen und ſie machte ſich Vorwuͤrfe, daß
ſie nicht mit Arnold ſprach... aber dieſer haͤtte viel⸗ leicht errathen koͤnnen— und es fehlte ihr wieder der Muth.
So kam man in die dritte Woche.
reiſe
zuri anv die
ihr
dem
hatte mit Got ſagt
wen
laſſe
ſenm „wit
ſiche
zu, t
nold


