Teil eines Werkes 
16.-18. Bd. (1850)
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zuſammen und begann mit ſchnellen Schritten heim⸗ waͤrts zu gehen.

Sie machte ſich Vorwuͤrfe, daß ſie ſo lange Adele allein gelaſſen, welche den Tag vorher angelangt war und jetzt zum erſten Male in dieſen vierundzwanzig Stunden einige Ruhe genoß.

Auch war Honorine jeden Augenblick bei ihrer Freundin geweſen, dieſer Freundin, die nicht laut klagte, aber deren Auge— zuweilen von einem unnatuͤrlichen Feuer gluͤhend, zuweilen wieder erloͤſchend— deutlich verrieth, daß eine Zeit gekommen war, wo die glaͤnzen⸗ den Bilder des Geſellſchaftslebens immer mehr und mehr in den Hintergrund gedraͤngt wurden.

In dem Zimmer neben Adelens Schlafgemach ſaß Jolli allein und legte ſich die Karte, womit die Braut ſich haͤufig die Zeit vertrieb, beſonders wenn ſie, wie jetzt, der Ankunft ihres Braͤutigams entgegenzu⸗ ſehen hatte.

Es war an dem Tage vor dem, an welchem Dick und der Doctor erwartet wurden.

„Liebe Jolli,“ fluͤſterte Honorine, auf Adelens Thuͤr zeigend,„ſchlaͤft ſie noch?“

Jolli nickte ein heiteres Ja und reichte ihr gleich⸗ zeitig Philipps Brief hin, der in demſelben Augenblicke eingetroffen war.

„Was, ſchon wieder einer!“ und mit einem Ge⸗ fuͤhle ſchuͤchterner Verwunderung nahm Honorine den