Teil eines Werkes 
16.-18. Bd. (1850)
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und lange zuvor, ehe er noch ein einziges Wort gele⸗ ſen, ahnte er, daß dieſer Brief von unermeßlicher Wich⸗ tigkeit ſein muͤſſe.

„Nun wohl,“ ſchrieb Adele,„er iſt gekommen, der Augenblick, wo ich mich ergebe.

„Ich hatte noch auf eine Friſt gehofft, aber nein

Hes iſt vorbei mit der glaͤnzenden Adele. Seit ein paar Wochen fuͤhlt ſie, daß ihre Sterne bald erbleichen werden, erbleichen, um nie wieder zu ſtrahlen.

„Sie ſollen mir keinen Vorwurf zu machen haben. Denn geſchaͤhe es nicht, um Ihren Wunſch zufrieden⸗ zuſtellen, ſo wuͤrde ich lieber in alles Andere willigen, als in dieſe Operation.

„Es wuͤrde dann ein Leben von Schmerzen und Qualen— nun wird es vielleicht ein ſchneller Tod und dieſer iſt wohl nicht zu theuer erkauft mit der Auf⸗ opferung jener Furcht und Schaam, die mich bei der bloßen Vorſtellung deſſen, was kommen wird, uͤberfallt.

„Alſo, beſter, lieber, unermuͤdlicher Freund, treffen Sie mich heute uͤber vierzehn Tage in Tjuſtorp! Ich kann es mir ſelbſt nicht verzeihen, daß ich mit dieſem entſcheidenden Briefe ſo lange gezoͤgert habe, denn we⸗ niger als vierzehn Tage koͤnnen nun nicht vergehen, bevor ich Sie treffe.

„Aus dieſer Beſorgniß werden Sie wahrſcheinlich auf das Schlimmſte ſchließen.

„Ja, ja, eine Beſorgniß, glaube ich, haben Si 3*