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daß ſie nicht das fluͤchtige Verſprechen gehalten, ihm einen Brief zu ſchicken.
Wahrſcheinlich hatte ſie muͤndlich ihm nicht ſagen wollen, wie unpaſſend ſie dies ſein Verlangen fand, ſon⸗ dern es vorgezogen, ihm dies durch ihr Stillſchweigen zu zeigen. Und nun hatte er ſein Verſehen durch einen Brief noch erſchwert, der ſie auf den Gedanken bringen konnte, daß er halb naͤrriſch ſei.
Unter der Laſt dieſer Betrachtungen ward Philipp der Tag unertraͤglich lang.
Wenn es ein Mittel gegeben haͤtte, durch Geld oder Gebete den Brief zuruͤck zu bekommen, ſo wuͤrde er ſich zu Allem verſtanden haben. Aber nun war die Poſt abgegangen und er hatte nichts weiter zu thun, als ſich zu gedulden— eine Sache, die oft weit ſchwieriger iſt, als man glaubt.
Er ließ ſich unter den kleinen Inſeln herumrudern, er wollte fiſchen und ein Geſpraͤch mit dem Bootfuͤhrer anknuͤpfen— die außerordentliche Neugier der vorneh⸗ meren Stadtbewohner floͤßte ihm großen Abſcheu vor
denſelben ein— aber es langweilte ihn Alles und er
kam nach Hauſe, ohne mehr zu wiſſen, als daß er ſich zu Land und zu Waſſer gleich ſehr ennuyirt und er fand demnach die ganz unſchuldige Stadt ſo unertraͤglich, daß man es ſchwerlich hier einen ganzen Monat aus⸗ halten koͤnnte.
Und außerdem vernahm man noch von Haus zu
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