Teil eines Werkes 
16.-18. Bd. (1850)
Einzelbild herunterladen

eſem pfeh⸗

einer

2. Fortſetzung des Priefwechſels.

Als Philipp am andern Mittag ſeinen Brief ab⸗ geſendet hatte— den er in Folge eines unerklaͤrlichen Gefuͤhls nicht noch einmal durchgeleſen— ward er plötzlich von dem Wunſche beſeelt, ihn noch einmal aus dem Gedaͤchtniß zu muſtern und er hatte die Be⸗ ſchaͤftigung noch nicht lange vorgenommen, als er auch ſchon eine doppelte Reue zu erfahren begann.

Vor allen Dingen war es etwas faſt ganz Uner⸗ hoͤrtes, wenigſtens ſehr Unpaſſendes, daß er ſich erdreiſtet, der Oberſtlieutenantin, die erſt ſeit rei Monaten Witwe war— der Witwenſtand hatte doch eigentlich mit der ganzen Sache nichts zu thun gehabt— vorzuwerfen, daß ſie veraͤndert, verſchloſſen und zuruͤckhaltend gewor⸗ den. War das nicht ihr unvorgreifliches Recht! Und dann noch ferner und auf ſolche Weiſe ihr vorzuwerfen, Ein Gerücht. VI. 2