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„Ich entſinne mich, daß nur ein Gedanke mei⸗ nen Muth aufrecht erhielt, als eine unabweisbare Stimme mir zufluͤſterte:„Es wird niemals wieder wie fruͤher“ und dieſer Gedanke war eine Hoffnung, die Hoffnung, daß ich in einigen Wochen Sie wieder⸗ finden wuͤrde.
„Aber Wochen vergingen und endlich Monate, drei lange Monate; vergebens, immer vergebens erwar⸗ tete ich doch die zaͤrtliche, holde Freundin wiederzufinden, die mich gezwungen, zum Leben zuruͤckzukehren, viel⸗ leicht um blos— einen neuen Verluſt zu erfahren.
„Alles dies wagte ich Ihnen noch nicht in dem erſten Briefe zu ſagen. Meine Hand ward gleichſam gebunden, als die Feder von den Gefuͤhlen reden wollte, die ich empfand. Aber, was iſt es wohl, was mir jetzt Muth giebt? Nun, die Hoffnung, die Gewißheit, daß gerade an dieſem Orte ein Brief von Ihnen mir begegnen wuͤrde.
„Inzwiſchen war ich thoͤricht genug, meine Reiſe hierher zu beſchleunigen, ohne zu bedenken, daß Sie nicht eher, als nach der beſtimmten Zeit ſchreiben wuͤrden.
„Und heute Abend erhalte ich dieſen Brief.
„Heute Abend werde ich Sie wiederfinden, ſo wie Sie waren, als Sie ſich herabließen, mit Ihrer milden und liebenswuͤrdigen Sorgfalt den verzweifelten Gatten zu troͤſten, den entmuthigten Dichter, den... doch—


