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mein Freund, kann wohl kein Recht haben, ſich zu be⸗ klagen, wenn dieſes Gluͤck ſpaͤter ſich theilweiſe veraͤn⸗ dert.“
„Ich bin nicht im Stande, meinem Erſtaunen Worte zu leihen.“
„Um ſo beſſer— ich erlaſſe Dir dieſe Muͤhe.“
„Gleichwohl geſtehe ich... ja, ich geſtehe. ich wage zu geſtehen.“
„Warte ein wenig— ich habe noch nicht ausge⸗ redet... es iſt nicht gentil, mein beſter Walfried, daß der Mann nicht ſein beſonderes Schlafzimmer habe.“
„O, das macht nichts aus.“
„Still doch— Du laͤſſeſt mich ja niemals aus⸗ reden.“
„Theuerſte, ich falle aus den Wolken!“
„Nun, wem waͤre dies nicht ſchon einmal paſſirt! Uebrigens, mein Freund, Leute, welche zu leben verſte⸗ hen, muͤſſen einander auch ohne Auftritte verſtehen, ja ſogar ohne Allegorien.“
„ Und dieſe da...“
„Alſo, wir werden Jedes ſein beſonderes Schlaf⸗ zimmer haben! Ich will es ſo und habe es niemals an⸗ ders beabſichtigt.“
„Was ich hoͤre?“
„Daß Du eine Frau bekommen, mein Freund, welche eine gute und liebenswuͤrdige Wirthin in Deinem Hauſe, die Dir eine liebevolle Tochter, eine angenehme


