Teil eines Werkes 
13.-15. Bd. (1850)
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von heiligen und andachtsvollen Gefuͤhlen bewegte Braut, welche demuͤthig ihr Geluͤbde ablegt, bald iſt es die ſchuͤchterne Gazelle, die einen furchtſamen Blick emporhebt, der ohne Zweifel beſtimmt iſt, ihren Braͤu⸗ tigam zu treffen, ſtatt deſſen aber die Sacriſtei trifft, wo alle meine Trabanten und ich glaube ſaͤmmtliche Offiziere der Garniſon in und vor der Thuͤr zuſammen⸗ gedraͤngt waren.... Man ſehe endlich in dem ſchuͤch⸗ ternen Blick dieſer Gazelle die Frage ausgeſprochen: wirſt du wohl meine Jugend ſchuͤtzen? Und man ſehe, wie bis zuletzt blitzende Blicke ſich nach allen Richtun⸗ gen Bahn brechen, wo Maͤnner ſtehen und ihnen be⸗ fehlen, niederzuknien und anzubeten.

Und dieſe von Thraͤnen funkelnden Augen ſind unwiderſtehlich!

Ueberall, wohin ihr concentrirtes Feuer gerichtet ward, fiel einer der Meinen. Sie fielen wie Fliegen, die an dem Lichte vorbeiſtreifen oder einen Tropfen Gift eingeſogen haben. Ja, bevor noch der Akt zu Ende war, hatte ſie meinen ganzen Stab, bis auf drei oder vier, zu ihren Fuͤßen gelegt.

Es war ja ein ſehr ſchoͤnes Stuͤck Arbeit waͤhrend eines Vermaͤhlungsaktes!

Eine Hochzeit mit Ball waͤre gegen dieſes Arran⸗ gement nur Spielerei geweſen. Ich bekenne daher noch einmal, daß ich in dieſer Heiligen meine Siegerin ge⸗ funden habe.