Teil eines Werkes 
13.-15. Bd. (1850)
Einzelbild herunterladen

Uten

die eer⸗ eiſen Vort

rgen ohne hren Tage dhel⸗ zum orgel

von allen d ſie oden

der tadt, hen⸗

iitzen

gang Son⸗

191

nenſtrahlen des Tages aufgefangen zu haben ſchienen, fielen wie ein Heiligenſchein um ihre Stirn, die weißer war, als Alabaſter, als Sammt, als Schnee.

und an den Rand dieſes Schnees ſchmiegte ſich der Myrthenkranz ſo leicht an, als ob ihn ein Zephyr hingeworfen und ſich dann in der luftigen Wolke ihres langen Brautſchleiers verborgen haͤtte.

Sie war ſo anmuthig zu ſchauen, ſo reizend, daß die Menge ſich wie toll hin und her ſtieß.

Der Kammerrath ſchien in den Himmel einzu⸗ gehen.

Nun kam das Wichtigſte.

Noch hatte ſie nicht aufgeblickt.

Aber gerade, als ſie mit dem Braͤutigam vor dem Prieſter ſtehen blieb, richtete ſie ihren durchſichtigen Taubenblick langſam und mit einem Ausdruck begeiſter⸗ ten Entzuſckens himmliſcher Andacht auf die Verſamm⸗ lung, obſchon(verſteht ſich) dieſer Blick das Chriſtus⸗ bild auf dem Altargemaͤlde ſuchen ſollte.

Wenn es nicht in der Kirche geweſen waͤre, ſo haͤtte das ganze Publikum denn Gemeinde oder Ver⸗ ſammlung kann ich es kaum nennen bravo ge⸗ ſchrien und dieſer unvergleichlichen Schauſpielerin wahn⸗ ſinnigen Beifall zugeklatſcht.

Aber das war immer noch nichts. Die eigent⸗ liche Scene begann erſt mit dem Anfang der Ceremonie.

Sehen Sie jetzt dieſes Weib! Bald iſt es die