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Der Kammerrath verneigte ſich zum Zeichen des Gehorſams.
„Demnaͤchſt bitte ich Dich, nicht die geringſte Anordnung oder Veraͤnderung in Deiner Wohnung zu treffen, bevor die, welche Du ihre Herrſcherin zu nennen beliebſt, ſelbſt hinkommt.“
Eine abermalige Verneigung des Kammerraths. »Noch eins— aber merke wohl, es ſind ſtets Bitten!“ 3 „Sprich weiter, Theuerſte.“
„Mein Wunſch iſt, daß wir kurze Zeit nach un⸗ ſerer Vermaͤhlung eine Reiſe unternehmen. Meine Ge⸗ ſundheit hat durch dieſes eingezogene Leben gelitten. Eine Brunnen⸗ oder Badecur halte ich vor allen Dingen fuͤr nothwendig.“
„Befiehl nur, befiehl in Allem!“
„Nein, ich begnuͤge mich mit Wuͤnſchen. Es iſt ſo angenehm, zu wuͤnſchen, wenn die Bitte an einen kuͤnftigen Gatten geſtellt wird, der gewiß nicht verſagen wird, was der Braͤutigam verſprochen hat.“
„Verſagen?— Er ſagt blos: Wuͤnſche, wuͤnſche!
„Aber ich will nicht den Edelmuth deſſen mißbrau⸗ chen, der mir heute eine Macht giebt, die er morgen zuruͤcknehmen kann. Gleichwohl geſtehe ich, daß es noch etwas war, was ich ausſprechen wollte. Ich wuͤrde eine himmliſche Freude haben, wenn die Vermaͤhlung in der
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