Teil eines Werkes 
13.-15. Bd. (1850)
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laſſen, um blos Ihren Spott mit mir zu treiben? Hat ein Wunderwerk Sie ohne Operation geheilt oder habe ich mir eingebildet, daß Sie an einem Uebel leiden, wel⸗ ches Sie niemals gehabt haben?“

„Aber, mein Gott, wozu fragen Sie alles dies 2*

„Deshalb, weil ich, wenn Ihr Uebel eine Wirk⸗ lichkeit iſt, nicht an die Wirklichkeit glauben kann, welche ich hier vor meinen Augen habe.“

„Mein beſter, lieber Doctor Warvner, dieſe iſt gleichwohl ſo vollkommen gewiß, daß ich jetzt offenherzi⸗ ger, als in meinem Briefe, Ihnen geſtehe, daß der Me⸗ dizinalrath mir geſagt hat, daß ich mich vergnuͤgen und leben kann, wie ich will.“

„Daß Sie ſich vergnuͤgen und leben koͤnnen, wie Sie wollen?“

„Ja, iſt das nicht deutlich genug?“

„Nein, im Gegentheil, da bin ich in einem voll⸗ kommenen Chaos.“

„Geben denn Aerzte eine ſolche Erlaubniß nur in gewiſſen Faͤllen?“

Arnold ward ſo bleich wie die weißen Cameen in dem Schmucke an Adelens Hals.

„Gnaͤdige Frau, Sie druͤcken ſich da auf eine Weiſe aus, welche gefaͤhrlich iſt! Der Medizinalrath kann Ihnen doch nicht dieſe Erlaubniß gegeben haben?“

»Ja, das hat er allerdings, weil es nichts hilft, mich zu ſchonen.“

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