26
und Sie kamen eine Woche eher, als Sie ver⸗ ſprochen.“
„Ich hoffte, Ihnen eine Freude zu machen.“
„Nun, und wer ſagt Ihnen denn, daß Sie mir keine Freude gemacht haben? Aber dieſe Ueberraſchung bereitete auch Ihnen ſelbſt eine.“
„Daß ich uͤberraſcht war, habe ich ſchon zugeſtan⸗ den, aber daß die kleine Surprice, die ich Ihnen berei⸗ ten wollte, etwas damit zu ſchaffen gehabt, begreife ich nicht.“
„Dann werde ich Ihnen darauf helfen.“
„Thun Sie das, gnaͤdige Frau— ich bedarf Ihrer
Leitung.“ „In ungefaͤhr ſieben Tagen— zu welcher Zeit Sie nach Ihrem Briefe kommen wollten— hatte ich mir vorgenommen, Krankentracht anzulegen... Sie glauben nicht, wie ſchoͤn ich mir Alles ausgeſonnen hatte. Ich habe ein kleines, allerliebſtes Kabinet, wo ich mich zu etabliren beabſichtigte und Sie wuͤrden Frau Adele von Stern als die vernuͤnftigſte, ergebenſte und troſtreichſte aller Patientinnen gefunden haben. Weſſen Schuld iſt es nun, daß Sie von allem dieſen nichts vorgefunden haben?“
„Aber ſagen Sie mir, um Gottes willen, ob ich traͤume.“
„Und weshalb ſollten Sie das thun?“
„Haben Sie mich Ihres Vergnuͤgens wegen rufen


