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haben ja Erlaubniß erhalten, mir in aller Ehrbarkeit ihre Huldigungen darzubringen.“
„Das heißt... o... daß ich nicht jeden Blick und jedes Wort allzuſtreng zu beherrſchen brauche?“
„Wenn es Ihnen zu ſchwer faͤllt, mein Freund, ſo muß ich ſchon einmal, wiewohl hoͤchſt ſelten, Ihre Klagen anhören... Und nun, leben Sie wohl.“
Nach einem neuen, hervorgeſeufzten Kuß auf Lilia's Hand, ging der Kammerrath ruͤckwaͤrts und mit verklaͤr⸗ tem Angeſicht zur Thuͤr hinaus.
Als der Schall ſeiner Tritte in dem aͤußern Zim⸗ mer verhallte, ſchlug die junge Frau, mit einer aus⸗ drucksvollen Geberde, ihre kleinen Haͤnde zuſammen.
„Der Narr iſt ſo complett, daß man ſchwerlich einen completteren finden wuͤrde! Und doch hat er gleichzeitig ein ernſtes und gutmuͤthiges Anſehen, wel⸗ ches das beſte Aushaͤngeſchild iſt, das eine Frau bei ihrem Manne wuͤnſchen kann, denn es deutet haͤusliche Ruhe und behaglichen, innern Frieden an.
„Ja,“ ſetzte ſie, nachdem ſie eine Weile nachge⸗ dacht, hinzu,„es wird ganz vortrefflich— er wiegt in der That den Medizinalrath auf.“
Sie nahm wieder die kleine Haarlocke in die Haͤnde, die noch einmal von ihren Thraͤnen befeuchtet ward.
Dann legte ſie beides, dieſe und das Portrait—
auf welche ſie gleichwohl nicht einen einzigen Blick warf


