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„Warten Sie einen Augenblick! Da ich aufrich⸗ tig bin, ſo ſage ich Ihnen, daß ich mich durch die Empfindungen, die Sie ausſprechen, geehrt fuͤhle, aber daß ich— gewarnt vor der Uebereilung, mit der ich in Folge des Willens meines Vaters meine erſte Wahl traf— nicht wagen kann, mich bei dem Abſchluß einer neuen abermals zu uͤbereilen.“
„Himmliſcher Gott! Sie koͤnnten alſo doch, Sie, die Sie ſo ſchoͤn, ſo jung, ſo engelgleich ſind, ſich zu der Moͤglichkeit eines Gedankens an den Mann herab⸗ laſſen, der keinen Vorzug hat als den, daß er es fuͤr ſein unſchaͤtzbarſtes Gluͤck anſehen wuͤrde, wenn er Ihre Befehle erfuͤllen duͤrfte, bevor dieſelben ausgeſprochen ſind.“
„O, lieber Herr Kammerrath, ſo anmaaßend bin ich nicht!“ antwortete die kleine Frau mit einem Ausdruck der Unterwuͤrfigkeit,„aber ich ſehe ein, daß ich nicht mehr lange ohne einen Beſchuͤtzer leben kann und einen allzujungen Mann mag ich nicht wieder haben.“
„Und welche junge Frau denkt eben ſo, wie Sie!“
„Ganz ſicher eine jede, welche dieſelben Erfahrun⸗ gen gemacht. Die jungen Maͤnner, die ſich noch nicht eine ehrenvolle Bahn in der Welt gebrochen haben, verheirathen ſich entweder aus Eigennutz oder Leidenſchaft und keines von beiden iſt wuͤn⸗ ſchenswerth. Die Trivialitaͤt des einen und der Schwindel des andern ſind mir gleich ſehr zuwider, da


