Teil eines Werkes 
13.-15. Bd. (1850)
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empfindlicher Patient ſehen laͤßt, wenn er die Aufſchrift einer Medizinflaſche zu Geſicht bekommen, ſo glich da⸗ gegen die des Kammerraths der eleganten Aufſchrift ſelbſt welche den Patienten anlaͤchelt und ſeine Furcht zu be⸗ ſtechen ſucht.

Langes, blondes Johanneshaar hing zu beiden Sei⸗ ten der hohen Stirn des freundlichen Kammerraths hergb und ein paar Augen, ſo mild wie die des Taubers, der nach ſeiner Schönen girrt, leuchteten friedlich uͤber jeden Schritt, der ihn ſeiner Schoͤnen naͤher brachte.

Weiter ſind zu bemerken, ein Paar friſche, volle Wangen, ein paſſabler Mund, eine feingekruͤmmte Naſe und endlich eine in ihrer Art unvergleichliche Miene, denn dieſe ſagte ſo deutlich, wie eine Miene nur ſagen konnte: Sehet in mir das Gepraͤge eines Menſchen, der ſeinen geringen Werth kennt! Kann ich Euch aber einen Dienſt leiſten, ſo rechnet auf mich, ich bitte darum!.. Hio he Areels e die rh.

Beſter Herr Kammerrath, entſchuldigen Sie meine Vertraulichkeit, daß ich Sie ſo empfange; Beate wird Ihnen aber ſchon...

Sie ſprach von einer heftigen Migraine und ich bin in Verzweiflung, daß ich ſo ungelegen komme!

O, der Herr Kammerrath iſt ein allzuhochverehr⸗ ter Freund, als daß er etwas derartiges ſollte zu befuͤrch⸗ ten haben.