Teil eines Werkes 
10.-12. Bd. (1850)
Entstehung
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Beſtimmt?

Vollkommen beſtimmt. Sie ſelbſt jedoch glaubt es nicht, denn ein Narr, den ſie, Gott weiß wo, getrof⸗ fen vermuthlich ſo ein neubackener Candidat der Me⸗ dizin hat ihr weißgemacht, daß eine Operation ſie retten wuͤrde. Zum Gluͤck iſt ſie viel zu ſproͤde, um das Experiment zu wagen... es iſt das vielleicht das erſte Mal, wo die Affectation den Sieg uͤber den Tod davontraͤgt.

Ach, wie tief beklage ich dieſes verrirrte Weſen, welches ſeine Gedanken auf etwas ganz Anderes richten ſollte, als auf das taͤgliche Vergnuͤgen! Was ſoll dann werden, wenn die Schmerzen zunehmen?

Wenn ſie wird noch unausſprechlich leiden muͤſſen, die arme Kleine.

Ich werde fuͤr ſie beten! ſagte die liebliche Har⸗ fenſtimme.

Herrliche Frau,... die Finger des Medizinal⸗ raths ſtanden wahrſcheinlich aus Irrthum zum zweiten Male im Begriff, nach demPuͤlschen zu

fuͤhlen, als das Schlagen der Uhr verkuͤndete, daß das

téle-à-téte zu Ende war. Es war jetzt die Stunde fuͤr die Vormittagsbe⸗ ſuche. 4 Die eine alte Dame nach der andern kam nun, um mit ihrem jungen Vorbilde ſich uͤber ein gutes Werk, dann uͤber eine kleine Spielgeſellſchaft bei der