Teil eines Werkes 
10.-12. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

llkuͤr⸗

erzaͤr⸗ 4

legirte

teima⸗ 1, daß

arme

en.

1... mhauch

nen ſo dafern bitten,

arf

I

Finger zu entſchluͤpfen, doch geſchah dies nicht ohne einen zaͤrtlichen und gewagten Blick in Frau Lilia's Augen. Ich habe eine Bitte, Herr Medizinalrath.

Das will ſagen, einen Befehl.

O nein, ich habe niemals etwas Anderes, als Bitten.

Und fuͤr Ihre Bitten, geehrte Frau, kann ich nie⸗ mals etwas Anderes, als Gehorſam haben... reden Sie daher ſchnell, damit ich meine Bereitwilligkeit be⸗ weiſen kann.

Es handelt ſich um freie Medicamente fuͤr den kranken Sohn der armen Frau T.

... was ich mit Vergnuͤgen bewilligen werde.

Wie edel Sie ſind niemals ſuchen die Armen bei Ihnen vergebens Huͤlfe.

Waͤre es wohl anders moͤglich, bei dem Beiſpiele, welches Sie mir geben!

Sie machen mich roth vor Freude, Herr Medizi⸗ nalrath!

Und Sie, meine ſchoͤne Frau, machen mich ſchaam⸗ roth; ich ſtehe in ſo ſchoͤnen Tugenden Ihnen weit nach.

Das iſt eine uͤbertriebene Beſcheidenheit Sie...

Lilia's Blick ſetzte noch mehrere Widerſpruͤche hinzu.

Ach, wie ſchoͤn, wie bereit war dieſer Blick!

Nein, es iſt leider eine Wahrheit, aber bei dem Vorbild eines Engels...

15*