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. ſchoͤpf in dieſem Hauſe zu uͤberzeugen, daß ſie ihre Huͤlfe keinem Wuͤrdigeren geben konnte.
Er erhielt daher eine der kleinen Schriften, nebſt
einen angemeſſenen Vorſchuß auf das Schreibelohn Einige Tage darauf kam derſelbe Mann wieder und holte den andern Theil des Schreibelohns, die kleine Schrift aber hatte er verloren, was ihm jedoch keinen großen Kummer machte, denn Heilige haben nicht die Gewohn⸗ heit, ſich zu erzuͤrnen.
Nach dem alten Soldaten kam die Reihe an die Frauen.
Die eine wuͤnſchte, außer einer kleinen Unterſtuͤtzung, daß die gute, Allen helfende Frau Sorenius ſich bei dem⸗ Medizinalrath um freie Medicamente fuͤr ihren kran⸗ ken Sohn verwenden moͤchte.
Die andere begehrte der guten, frotkanen Frau So⸗ renius Fuͤrwort bei dem Kammerrath in Bezug auf ei⸗ nen Prozeß, den dieſer zu uͤbernehmen ſich geweigert, und wuͤnſchte uͤberdies— in Erwartung der Erreichung ihres Ziels— ein kleines Darlehn zum taͤglichen Brot.
Nachdem dieſe Damen zufriedengeſtellt und mit Thraͤnen der Dankbarkeit im Auge fortgegangen waren, kamen verſchiedene Kinder, die fuͤr ihre Eltern bettelten und verſchiedene Vaͤter, die fuͤr ihre in langwieriger Krankheit liegenden Weiber und Toͤchter bettelten.
Und Lilia verſprach Geld, Suppen und Fuͤrbitten und war noch nicht muͤde geworden, vor der letzten Ab⸗d


